Wir hypen den Obelisken. 

Huch, jetzt habe ich hier zwei Dinge vermischt, die so ja gar nicht miteinander verbunden sind. Aber sie stehen nebeneinander:

Der Obelisk als sichtbares Objekt der documenta 14 in Kassel mit dem seit 15 Jahren am Königsplatz beheimateten City Point, einem Einkaufszentrum.
Den Obelisken wollte ich nun spätestens nach dem Ende der documenta endlich einmal fotografieren. Den City Point eigentlich nicht. Aber dem dortigen Management ist es gelungen, dass ich nun doch diese Perspektive für mein Foto gewählt habe, auch wenn es andere gegeben hätte. Immerhin aber passt auch der Lichteinfall gerade ganz gut.

Seit 15 Jahren also gehört der City Point zum Stadtbild von Kassel. Hätte ich sonst gar nicht sagen können. Und mit fünfzehn Jahren spricht man heute wohl so wie auf dem Foto sichtbar über seinen Geburtstag: „Wir hypen die Lebensfreude“. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mit meinem Geburtstag jemals etwas „hypen“ wollte, aber erstens bin ich deutlich mehr als doppelt so alt und zweitens verstehe ich bis heute nicht, was man damit meinen könnte. Ich hoffe, im Haus selbst weiß man das besser. Auf jeden Fall geht es bei Lebensfreude um etwas Positives, auch wenn sie hier nur im Zusammenhang mit Kaufen und Umsatz verstanden sein darf. Geld und Kaufen machen nicht Freude fürs Leben, es wird hier nur ein solches Gefühl „gehypt“. Zur Geburt des City Point vor 15 Jahren war „Hyper, Hyper“ von Scooter immerhin schon stolze sieben Jahre alt. Und daran habe ich mit meinen damals gut fünfzehn (16) Jahren jetzt immerhin zuerst gedacht. Also passt hier am Ende doch alles zusammen?

Scheint so. Es lebe die Lebensfreude. 

Germania fliegt davon, wer kommt jetzt? 

Zum Ende des Sommerflugplans in nur sehr wenigen Wochen beendet Germania als treuer Kunde über vier Jahre ihr Engagement am Kassel Airport. Germania war die erste Fluglinie, die zur Eröffnung 2013 am Kasseler Flughafen landete und bis auf eine Winterpause 2013/14 bis heute durchgängig in Kassel abhebt.

In den letzten Wochen wurde das Ende dieses Engagements nach vorherigen Gerüchten bestätigt – auch nach dem Winter 2016/17 wird Germania nicht mehr regelmäßig ab KSF fliegen, von einzelnen Sonderreisen mal angesehen. Doch wer kommt jetzt und was hat der Flughafen verhandelt und entwickelt, um auch 2017 und darüber hinaus wieder regelmäßige Urlaubsflüge anbieten zu können? Man hält sich bedeckt seit Monaten und Wochen. Die Bestätigung des Germania-Endes wird nicht etwa gekontert mit Neuankündigungen von neuen Verbindungen, nein, die Meldung wird bis auf ein Grinsen im Gesicht auch vom Flughafenchef nur bestätigt. Insgesamt waren die Meldungen vom Flughafen schon länger sehr dezent geworden. Aber man hatte auch wenig, was man hätte laut sagen können und was dann nicht von der sehr kritisch berichtenden Lokalpresse in der Luft zerrissen worden wäre. So erklärt sich der Flughafen lieber aktiv bei Streckeneinstellungen per Pressemitteilung selbst, ehe man darauf wartet, dass die Zeitung oft fehlrecherchierte Schlagzeilen an die Öffentlichkeit bringt, die am Ende nur für eines gut sind: Das Vertrauen in den Airport senken und das Bewusstsein stärken, dass man besser von einem anderen Airport fliegt, wenn man denn wirklich fliegen will. Dabei zeigt diese Darstellung nur ein Bild aus dem ersten Betriebsjahr. Seitdem werden alle Flüge durchgeführt. Ich weiß von einem wirklich gestrichenen Einzelflug Ende Januar 2015 nach Fuerteventura. Darüber hinaus hat sich Germania immer bemüht, alle Flüge durchzuführen und bei technischen Ausfällen für Ersatz zu sorgen. Die Stimmungsmache der nordhessischen Presse hat man bei Germania auch bedienen gelernt. So auch viele andere Airlines, die das eine oder andere Mal Trainingsflüge mit neuen Piloten am Airport absolvierten, aufgrund der Presse darüber aber nie wieder zu Besuch waren (TUIFly, Lufthansa, Condor). Wer will schon als Ruhestörer nordhessischer Einzelgänger in der Zeitung stehen. Da fliegt man eben anderswo. Und Nordhessen hatte einen Zeitungsartikel und nicht endende Kommentare darunter mehr.

Doch bei allen Bedenken über „Was sage ich laut? Was verkünde ich?“ ist es trotzdem langsam an der Zeit, dass es Klarheit gibt. Fliegt im nächsten Jahr nur der tägliche Frachtflug oder können die Nordhessen (und nicht zuletzt Urlauber aus ganz Deutschland, wenn sie Preise vergleichen und ihnen der Abflughafen egal ist) darauf setzen, dass man auch im nächsten Jahr beliebte Urlaubsziele wie Mallorca, die Kanaren, Kreta oder auch die Region um Antalya in der Türkei oder Ägypten erreichen kann? Bisher sagt die Presse bundesweit: Es fliegt nichts, Germania ist weg. Und niemand weiß, ob er nicht doch im nächsten Mai schon wieder von Kassel fliegen kann. Wenn es also Inhalte für Reisen ab Kassel gibt ab 2017, dann sollten diese schnell den Weg in Reisebüros und zu potentiellen Kunden finden. Denn bei den aktuellen Auslastungen der Maschinen wäre ein Ende möglicherweise auch wirtschaftlich schwer nachvollziehbar. Wenn man aktuell die aus- und einsteigenden Reisenden speziell für Mallorca und Kreta beobachtet, so sind der A319 nach Kreta sowie 2x A321 + 1x B737 nach Mallorca pro Woche mehr als gut gefüllt. Da müsste doch im nächsten Jahr eine Airline ansetzen können.

Doch wer übernimmt in Zukunft diese Flüge? Welche Airlines hatten schon Kontakt zu Kassel und könnten hier möglicherweise starten? Ich möchte ohne fundierte Hintergründe und ohne jegliche Beweise einfach mal ein wenig spekulieren.

Small Planet Airlines Germany: Seit diesem Jahr mit deutscher Zulassung mit zwei Flugzeugen ab Bremen und Paderborn von vielen Flughäfen unterwegs, möchte weiter expandieren und hatte – wie man hörte – auch im letzten Jahr schon Interesse an einer Stationierung in Kassel, ging dann aber mach Paderborn. Kommt eine neue Maschine zur Flotte oder wechselt man jetzt vom PAD zum KSF?  Alle bisher von Kassel angebotenen Ziele müssten ansteuerbar sein.
Update 19.10.2016: Laut Pressemeldung des Airport Paderborn stationiert Small Planet in 2017 eine zweite Maschine am PAD – und damit vermutlich nicht am KSF.

Eurowings: Gehört zur Lufthansa und damit zur Gruppe der Airlines, die KSF nie für nötig hielten und nie dort starten wollen würden. Wächst gerade enorm und öffnet eine Basis auf Mallorca. Von dort könnte auch Kassel an PMI angebunden werden.

FlyEgypt: War schon zwei Mal (glaube ich) am KSF zu Gast. Sollte eigentlich seit diesem Jahr Paderborn mit Ägypten (Hurghada) verbinden, habe ich dann aber nie im Flugplan entdeckt oder beobachtet. Könnte dieses Ziel nun für Kassel anbieten, wenn neben dem aktuell verkündeten Vollcharter für FTI ab diversen Flughäfen noch Kapazitäten freibleiben.

Sundair: Neue Airline aus Stralsund, die in 2017 in Deutschland an den Start geht. Glaube, dass noch nicht beide geplanten Flugzeuge ihre Basis gefunden haben. Schauinsland-Reisen ist an ihr beteiligt und sorgt für das Haupt-Flugprogramm, aber warum nicht auch ab Kassel oder gar mit Stationierung hier?
Update 13.10.2016: Laut eines Artikels der Touristik Aktuell wird Sundair mit 3 Maschinen starten, wobei zur 3. A319 noch kein Standort zur Stationierung angegeben ist.
Update 22.11.2016: Laut verschiedener Quellen ist es bestätigt, dass ab Juli 2017 die 3. A319-100 der SundAir am Kassel Airport stationiert werden soll. Geplant seien 13 Flüge pro Woche nach Mallorca, Fuerteventura, Gran Canaria, Hurghada und nach Kreta, wie beispielsweise hessenschau.de berichtet.

Azur Air: Neue Airline in Deutschland, die für 2017 eine deutsche Zulassung anstrebt. Gehört zu russischen Reisekonzernen, hat aber vorwiegend größere Flugzeuge für die Mittel- und Langstrecke. Könnte damit natürlich auf die Kanaren fliegen, wobei die Auslastung ab Kassel fragwürdig wäre. Also eher ein Kandidat für Mallorca oder auch Antalya / Türkei. Nur in meiner Auflistung, weil ganz neu.

ASL Airlines France: Derzeit täglich mit einem Frachter zu Gast am Airport und meiner Erinnerung nach Wartungskunde von PAD Aviation Technics. Betreibt aber auch Passagierflugzeuge und könnte z.B. einmal pro Woche eine Wartung in Kassel mit einem Umlauf auf die Kanaren verbinden. Fliegt schon Passagierumläufe ab Hamburg.

Aegaen Airlines: Verbindet von März bis Juni Athen mit Kassel im Rahmen der documenta. Ist schon 2014 eine Charterkette von Kassel nach Kreta geflogen, was zu den meistgebuchten Zielen ab Kassel zählt zurzeit. Fliegt auch ab anderen deutschen Städten nach Kreta (z.B. München), warum also nicht auch Kassel – Kreta.

SunExpress: Gemeinschaftsunternehmen von Turkish Airlines und Lufthansa. Kürzlich für eine Sonderreise erstmals ab KSF gestartet. Vural Öger hat mal in Kassel damit geworben, SunExpress nach Kassel zu holen – vermutlich wusste er da aber schon von seiner drohenden Insolvenz. SunExpress fliegt schon ab Paderborn und Erfurt, könnte aber durchaus gut die Antalya-Umläufe der Germania ab Kassel fortführen oder mit Ziel Kanaren einsteigen.

Sea-Air: Nicht gerade ein Paradebeispiel für einen Start in Deutschland. Ist von Paderborn Anfang 2016 teilweise mit Business-Jets nach Mallorca geflogen, weil größeres Gerät nicht vertraglich zu binden war. Ist auch sehr spontan aufgetaucht und mangels Vertrauen und Nachfrage wurde der Flugbetrieb wieder eingestellt. Hatte für Oktober nun einen neuen Start in Paderborn angekündigt, wurde von Flughafen und Presse aber nicht mit offenen Armen empfangen. Inzwischen wurde mitgeteilt, dass man nicht mehr ab Paderborn fliegen werde und plant derzeit mit München. Oder auch mit Kassel? Das Standing in den Medien ist aber alles andere als überzeugend.

Ryanair: Steht in meiner Liste, da die Airline als Billigflieger den deutschen Markt ganz aktuell massiv angehen will und immer mehr Flugzeuge hier stationieren will. In der Mitte von Deutschland könnte man noch eine Lücke auf der Landkarte füllen, um letztendlich auch alle bisher von Germania bedienten Ziele ansteuern zu können. Vermutlich aber wird man bei Ryanair die Flughafengebühren nicht zahlen wollen und ein Ausnahme-Rabattsystem ist in Kassel vermutlich aktuell nicht denkbar, da der Airport Geld verdienen soll und muss.

Travel-Service: Tschechische Airline, die schon viele Sondercharter ab Kassel geflogen hat und immer wieder zu Gast ist. Fliegt aktuell selbst von diversen Abflughäfen viele der Ziele an, die man bisher auch ab Kassel erreichen konnte. Kontakt zur Airline besteht also. Fragt sich, ob sich ggf. in Kombination mit einem anderen Airport Verbindungen erschließen lassen, z.B. Kanaren, Antalya (speziell aufgrund der Flugrichtung via Prag etc.), auch Mallorca denkbar.

Corendon / Onur Air: Wären zwei weitere Kandidaten für Flüge speziell Richtung Türkei/Antalya. Fliegen ab verschiedenen deutschen Flughäfen oft auch in Kombination, z.B. Paderborn-Erfurt-Antalya o.ä. – auf eine solche Kette könnte man auch Kassel legen. Onur Air war im Eröffnungsjahr 2013 regelmäßig in Kassel, Corendon bisher nur für einen Sondercharter.

EgyptAir: Vor einem guten halben Jahr sollen Verträge mit der ägyptischen Airline nahezu unterschriftsreif gewesen sein. Weil gewisse Verstrickungen des Kasseler Flughafenchefs in den Medien kursierten, soll man sich zurückgezogen haben. Den Flughafen hat EgyptAir schon mehr als einmal besucht, als Kandidat für Hurghada wäre sie weiterhin zu sehen. Auch von anderen Flughäfen gibt es zunehmend wieder mehr Verbindungen in diese Zielgegend.

Pegasus Airlines: Und noch einer der Türkei- oder auch Ägypten-Kandidaten. Bewirbt aktuell den deutschen Markt recht intensiv (auch Radiowerbung etc.) und hat auch insgesamt eine Erweiterung der Kapazitäten in 2015/16 ff. angekündigt. Hat entsprechend Germania auch einen Einzelplatzverkauf, war aber noch nie am Kassel Airport.

 

Stand: 31.01.2017 (3 Updates im Text gekennzeichnet)

Meine obenstehende Liste enthält wie erwähnt meine persönlichen Spekulationen und Gedanken. Sie ist von der zu erwartenden Wahrheit vermutlich weit entfernt. Die Verwendung dieser Liste und ihrer Inhalte für redaktionelle Zwecke ist dementsprechend nicht gestattet – es sei denn, es wären Treffer dabei.
Ich wünsche mir für den nun einmal gebauten Flughafen lediglich, dass es in 2017 entgegen der aktuellen Sachlage eben doch Verbindungen gibt.
Es bleibt spannend.

Manchmal ist mehr los

Oft schon wurde über Kassel Airport berichtet. Nicht selten waren diese Berichte negativ in Bezug auf die geringe Auslastung. Die Zahl der Flugbewegungen ist insgesamt aber in den letzten Jahren gestiegen. Und so gibt es immer wieder mehrere große Maschinen am Platz – von den zahlreichen Privat- und Businessflügen mal abgesehen.
Die beiden Screenshots aus der App Flightradar24 zeigen Momente von mehr Betrieb: Das eine Bild zeigt gefiltert drei Flugzeuge, die gerade von bzw. nach Kassel unterwegs sind, das andere Foto zeigt eine gerade gerade gestartete Boeing 737,  die sogleich von einer anderen ‚ersetzt‘ wird.
Es handelt sich einerseits um Charterflüge nach Faro und einen Frachtflug aus Doncaster, andererseits um einen Frachtflug nach Breslau und einen Positionierungsflug aus Paris.
Viel Freude mit den beiden Momentaufnahmen aus den letzten Wochen.

Verrücktes Tun: Hamburg-Kassel mit der Boeing 737-900ER

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Hamburg-Kassel: Nach der Landung – Boeing 737-900ER der Travel-Service (OK-TSI) am Kassel Airport

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfassung:
Mit dem Postbus nach Hamburg,
Familienbesuch,
zurück nach Kassel mit der Boeing 737-900ER von Travel Service.

Fotos zum Durchklicken

Lange Version:
Anfang Februar 2016 erfuhr ich davon, dass ein Positionierungsflug (Flugzeug wird i.d.R. leer zu einem anderen Flughafen geflogen, weil es dort gebraucht wird) von Hamburg nach Kassel frei buchbar sein solle. War das ein Scherz oder nur ein Fehler – oder war das wirklich ernst gemeint? Fragen, die erstmal niemand endgültig beantworten konnte. Aber da ich eigentlich schon längst wieder nach Hamburg wollte und in der Nähe Teile meiner Familie mir Unterschlupf gewähren würden, entschied ich mich mit einem gewissen Risikodenken im Hinterkopf dafür, diesen Flug doch einfach zu buchen. Eine passende Hinfahrt mit dem Fernbus nach Hamburg war schnell gefunden – und Fernbus war ich schließlich in Deutschland auch noch nicht gefahren.
Bis zum Eintreffen am Flughafen war ich mir nicht sicher, ob der Flug wirklich stattfindet. Aber erst einmal musste ich am 20. März ja nach Hamburg kommen: Das Auto parkte ich am Kassel Airport am frühen Sonntagmorgen um halb acht. Dort ging es los mit dem Bus der Linie 100 nach Kassel. Erstmal einen Kaffee. Dann mit der Tram 4 zur Haltestelle Kaufungen Papierfabrik. Kaum angekommen war er da: Der Postbus nach Hamburg. Pünktlich. Bei einem Umweg zum verkaufsoffenen Sonntag des Designer Outlet Soltau (Haltestelle vor der Tür) verloren wir leider eine Stunde, aber die Fahrt war dennoch voll okay, wenngleich es dann am Ende fünfeinhalb Stunden Fernbusreise waren plus vorherige Anfahrt zur Bushaltestelle.

Die Zeit ab jetzt war ein fröhlicher und herzlicher Familienbesuch, für den sich die Busfahrt schon gelohnt hatte. Und so konnte ich auch von der etwas spektakuläreren Rückreise berichten.

Die startete am nächsten Tag schon vormittags. Mal schauen, ob der Flug in Hamburg im Flugplan steht und ob der Online Check-In funktioniert. Positive Überraschung: Beides erfolgversprechend. Kommt jetzt noch der Fluglotsenstreik in Frankreich dazwischen? Das erwartungsgemäß vorgesehene Flugzeug musste sich erst noch auf niedrigerer Höhe den Weg von Portugal nach Hamburg bahnen. Verspätung vorprogrammiert. Klappt dann alles Weitere, wenn wir als einer der letzten Flüge am Abend in Hamburg starten? Hat der Kassel Airport für uns geöffnet, der eigentlich im Winterhalbjahr um 21 Uhr schließt?
Spannung!
Gegen 21:40 war die Maschine endlich am Gate angekommen, direkt in greifbarer Sichtweite, etwa zwanzig Minuten nach der geplanten Abflugzeit. Einige Kommentare vorbeilaufender Reisender später („Seit wann kann man nach Kassel fliegen?“ oder „Kassel, wo ist das denn?“) waren die 22 wartenden Passagiere leicht erheitert gespannt, wie es weitergeht. Und es ging wirklich weiter. Offizieller Aufruf des Fluges zum Boarding, Check der Boardkarten, Einsteigen, fest zugewiesene Sitzplätze einnehmen, damit das Flugzeug gut austariert bleibt und nach weiteren Minuten Wartezeit gegen 22:15 pushback vom Gate und ‚ab nach Kassel‘, natürlich inklusive der Sicherheitseinweisung mit Schwimmwesten für den Fall des Falles.
Start Richtung nordwest über den Lichtern von Hamburg, Nebel, Wolken und darüber dann der Mond. In niedriger Reiseflughöhe Richtung Süden. Dann sogar Getränke und ein Snack, unglaublich. Landeanflug auf Kassel Airport, links unten noch die Lichter von Göttingen und Hann. Münden, dann die Landebahn, Vollbremsung und doch den mittleren Taxiway verpasst. Ankunft nach gut 40 Minuten Flug um 23:06 Uhr. Nieselregen. Ein Bus bringt uns zum Terminal. Willkommen in Kassel, für mich schließt sich der Kreis. Schnell noch ein paar Fotos vom Flugzeug und dann ab nach Hause mit dem gestern Morgen bereitgestellten Auto. Nach einer Viertelstunde Fahrt zu Hause, ab ins Bett und mit neuen Geschichten fit werden für den nächsten Tag, die Arbeit wartet.

Fotos zum Durchklicken

Konrad-Kassel.de Gutschein über 5EUR geschenkt

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Als täglicher Nutzer des NVV in Kassel steht es mir frei, monatlich für einen Wert von zehn Euro auch das Fahrrad-Verleihsystem Konrad zu nutzen.
Fahrrad aussuchen, Nummer anrufen oder direkt per App freischalten. Die Nutzung ist einfach und an vielen Stationen kann man das Rad dann auch wieder zurückgeben. Es macht Spaß, Konrad-Kassel.de zu nutzen und gibt eine zusätzliche Freiheit.
Im letzten Jahr habe ich bei einem Gewinnspiel selbst einen 5EUR – Gutschein gewonnen, für den ich seitdem einen Abnehmer suche, da ich selbst mehr oder weniger gratis fahren darf als NVV Abonnent. Da mir das bisher nicht gelungen ist, möchte ich diesen nun auf diesem Wege weitergeben:
Wer mir als Erste/r eine Nachricht mit Angabe der E-Mail Adresse, Name und Ort sendet, ist mit im Topf: Aus allen Einsendern ziehe ich per Los den ‚Gewinner‘. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Gutschein-Guthaben muss (Konrad-Kassel.de Konto vorausgesetzt) innerhalb eines Monats abgeradelt werden. Sollte der Gutschein aus dem Jahr 2014 wider Erwarten nicht mehr gültig sein, stehe ich nicht für den Gewinn ein. Ich freue mich auf nette Teilnehmer. 🙂
Schreibt mir bitte HIER über mein Kontaktformular.

Eine Stunde Zeit, um dem Rätsel-Raum zu entkommen – lockbusters.de in Kassel

lockbusters.de Live Escape Games in Kassel
lockbusters.de Live Escape Games in Kassel

Es gibt seit dem 17. Oktober eine Neuheit in Kassel: lockbusters.de
Zentral in der Innenstadt gelegen (beim Rathaus um die Ecke) eröffnet Björn Wolfram erstmals in Kassel seine Räume für sogenannte Live Escape Games. Mit einer kleinen Gruppe bucht man einen Termin und wird dann für 60 Minuten in einen Raum gesperrt. Durch das strategische und clevere Lösen von Rätseln und Kombinieren ist das Ziel, am Ende den Schlüssel für das Verlassen des Raumes selbst zu finden. Notfalls kann natürlich auch mal ein Spielleiter hilfreiche Tipps geben.
Ein wenig an Computerspiele angelehnt gibt es diese Art des Freizeitspaß schon an einigen Orten in Deutschland und der Welt – in Kassel geht es nun im Oktober los. Zum Start steht ein Rätsel-Raum zur Verfügung, der mit Liebe zum Detail und viel Zeit eingerichtet worden ist. Für die, die sich vom Spiel noch ein genaueres Bild machen möchten, ist auf lockbusters.de ein sehr anschauliches Video verlinkt, das durchaus Interesse weckt, das Ganze einmal selbst zu probieren.
Ich wünsche Björn mit der für Kassel neuen Idee ganz viel Erfolg und allen, die direkt losspielen wollen, schon jetzt ganz viel Spaß! Am besten, ihr bucht direkt auf lockbusters.de. Björn, viel Spaß mit vielen Gästen!

Aktualisierung 03.12.2015 – Übrigens: Auch als Weihnachtsgeschenk lassen sich problemlos Gutscheine von Lockbusters verschenken. Der Betrag ist in Stufen frei wählbar.

Und für alle außerhalb von Kassel: Philipp von escape-game.org hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man auf escape-game.org bundesweit entsprechende Spielorte finden kann. Also allen viel Spaß beim ‚escapen‘.

Haltestellen in neuem Grün

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Dank einer umfangreichen Werbekampagne der Airline Germania erstrahlen eine Vielzahl Kasseler Haltestellen in neuem Grün.
Für ein Idealfoto war ich eine halbe Minute zu spät, denn die Straßenbahn mit Germania- Werbung war gerade abgefahren.

Die Plakate finden sich stadtweit mit Hinweisen auf die Winterziele 2015/16 ab Kassel Airport. Nachdem es den Sommer über nach Mallorca, Antalya, Kreta und Hurghada ging, stehen im Winter ab November Gran Canaria, Teneriffa und weiterhin Hurghada auf dem Flugprogramm der Airline.
Im nächsten Sommer 2016 ist heute absehbar, dass es je 3x pro Woche nach Mallorca und Antalya sowie nach Kreta geht – mit Germania ab Kassel Airport.

Regional ist nicht egal!

Regional ist nicht egal!
Regional ist nicht egal!

Es ist Sommer, es ist Erntezeit auf den Getreidefeldern.
Nicht immer weiß man, wofür das Getreide angebaut wird, wohin es gebracht wird und was daraus wird.
Doch manchmal entstehen fundierte, nachvollziehbare und vor allem regionale Konzepte, die auch dem Verbraucher zeigen, wohin ein Teil der in der Umgebung gewachsenen Ernte geliefert wird und was man selbst davon hat: Das Brot beim Bäcker von nebenan! Guten Appetit! 🙂

Gut Winterbüren, Fuldatal
Pariser Mühle Ebrecht, Kassel
Waldeck’s Backstube, Espenau

Nächste Haltestelle: Rathaus

Das technische Interesse, Neugier oder die Begeisterung für Bahnen begleiten mich täglich. Vom Interesse an Flugzeugen gibt es hier schon einiges zu Lesen. Da wird es Zeit, dass auch eine ältere Begeisterung hier mal erwähnt wird.

Tram Linie 1 in Kassel, Novemver 2009
Tram Linie 1 in Kassel, Novemver 2009
2 ICE im Tunnelportal Kehrenberg-Nord (1991-2000?)
2 ICE im Tunnelportal Kehrenberg-Nord (1991-2000?)

 

 

 

 

 

 

 

In der Schule fing es an. Ein Freund in der Grundschule war begeistert von der Eisenbahn. Bei ihm zu Hause drehten Bahnen der Spurweite N ihre Runden, auf dem Weg zur Schule oder zwischendurch durften wir mit ihm Lokomotiven-Quartett spielen. Die Kombination mit meinen eigenen Interessen und die später selbst zu Hause aufgebaute H0-Bahn dürften auch mit dazu beigetragen haben, dass ich mich bis heute für Bahnen jeglicher Art interessiere.
Auch einige Besonderheiten begleiteten mich. So war ich bereits als Kind mit der Museumseisenbahn Hessencourrier unter Dampf von Kassel nach Naumburg unterwegs und ich nahm an einer Tunnel-Durchschreitung auf der Neubaustrecke Hannover-Würzburg Teil. Es war mein Geburtstag, als beim großen Fahrplanwechsel 1991 die Bahn den ICE-Verkehr fahrplanmässig aufnahm. Und die Einführung des Wochenendtickets im Nahverkehr ließ uns Jugendliche so einige Städte auf manchmal sehr spannenden Reisen erkunden. Auch das hat viel Spaß gemacht!

Auch heute habe ich über die letzten Jahre die Einführung des RegioTram-Systems in und um Kassel herum verfolgt. Mit den entsprechenden Bahnen kann man aus der Region kommend auf den normalen Bahnschienen direkt ohne Umsteigen ins Straßenbahnnetz von Kassel fahren und beispielsweise direkt auf der Königsstraße wieder aussteigen. Zur Informationsversorgung ist mir die Seite Tram-Kassel ans Herz gewachsen. Ich schaue regelmäßig vorbei.

Natürlich macht es umso mehr Spaß, selbst mit den verschiedenen Bahnen zu fahren. Ob es die Züge von Cantus im Nordosthessen-Netz sind oder die neue Tram-Generation in Kassel – ich bin eigentlich immer begeisterter Mitfahrer und neugierig, was sich verändert. Wohl dem, der keine Geschichte zum Thema von mir erzählt bekommt – wenn er/sie nicht explizit danach gefragt haben sollte.

Noch Fragen zur besten Verbindung?