Zur Probe nach Antalya

Das Jahr 2013 ist gar nicht mehr so frisch, winterlich ist es allerdings noch immer und gerade einmal wieder etwas konstanter. In der Kühle des Winters brauchen manche Dinge etwas länger – und so möchte ich doch allen Lesern noch herzlich ein gutes Jahr 2013 wünschen.

Es ist einige Jahre her, seit ich mich auf den Hosenboden setzte und damals noch als Einwohner von Kassel einen ausführlichen Einspruch gegen den Neubau des Flughafens Kassel-Calden an das Regierungspräsidium sandte, auf den ich keine Reaktion erfuhr. Damals wie heute sehe ich mich persönlich ein wenig „zwischen den Stühlen“: Die Begeisterung für Technik und eben auch das Interesse an Flugzeugen stehen der Frage gegenüber, wie sinnvoll und wie notwendig der komplette Neubau des Regionalflughafens Kassel-Calden ist, der zum 04. April diesen Jahres den alten Verkehrslandeplatz nebenan ablösen wird. Brauchen wir diesen Flughafen in unserer Region, die so intensiv von der Natur geprägt ist und doch der nächste Urlaubsflughafen keine 80km entfernt liegt? Dieser Frage ging ich damals auch in meinem Einwand gegen den Neubau ausführlich nach – ganz ohne zu ahnen, dass ich zur Eröffnung des Flughafens keine 1,5km Luftlinie von der Einflugschneise entfernt wohnen würde, also auch im Sinne des Regierungspräsidiums als „Betroffener“ gelten würde.

Genau das „zwischen den Stühlen“-Fühlen hat mich aber vor einigen Wochen auch dazu bewogen, mich zur Teilnahme am Probebetrieb dieses neuen Airports anzumelden, um diesen neuen Feind und Freund fast gleichermassen einmal vorab aus nächster Nähe zu begutachten. Und so war ich heute dabei und konnte etwa 1,5 Monate vor der Eröffnung, noch von viel Baustelle umgeben, den möglichen Ablauf eines Reisebeginns vor der Haustür miterleben. Dabei war es eindrucksvoll, das neue Terminalgebäude zu betreten und die doch sehr positiv auffallende Holzdecke auf sich wirken zu lassen. Mit grob geschätzten etwa 250 Teilnehmern war heute schon ein gewisser Betrieb und es bildeten sich realitätsnahe Warteschlangen vor den Check-In Schaltern und der Sicherheitskontrolle. Alle übenden Mitarbeiter waren mit deutlich sichtbarem Fleiß bei der Sache und so dachte ich manchmal wirklich, gleich in einem Flieger nach irgendwo zu sitzen. Mich hätte die Reise heute nach Antalya geführt, nach entsprechender Ausweiskontrolle und originalen Flughafenansagen führte der Weg vom Gate-Ausgang dann aber nur auf das Vorfeld. Trotzdem: Es war ein spannender und interessanter Tag, den ich an dieser Stelle der Neugier vieler weiterer Probereisender wegen nicht ausführlicher schildern möchte. So hoffe ich abschließend sehr, dass die startenden und landenden Flugzeuge unserer Region nicht zu sehr schaden werden und mein Interesse am Fliegen nicht dauerhaft vom Lärm in nächster Umgebung getrübt wird.

Terminal am neuen Flughafen Kassel-Calden
Terminal am neuen Flughafen Kassel-Calden

Snow trips – Unterwegs im Schnee

Es wird wohl Zeit, dass sich hier mal ein neuer Artikel einfindet. Also warum nicht eine kleine Abhandlung zum Arbeitsalltag, denn gestern stand für mich eine normalerweise 2stündige Fahrt zu einem Kunden auf dem Programm.
Im zweiten Stau auf den längsten deutschen Autobahnen wegen geschlossener Schneedecke und teils querstehenden LKW auch mal auf der linken Spur gab irgendwann eine kleine Überschlagsrechnung die Entscheidung vor: Umkehren bei der nächsten Möglichkeit, denn die Zeit vor Ort würde nie für den Auftrag ausreichen, ganz davon abgesehen, dass eine Rückfahrt mich ja wieder über dank weiterem Schneefall überzuckerte Autobahnen führen würde. Also Kehrtwende, aber über die Landstraße, denn den querstehenden Transporter auf der Gegenfahrbahn mit neuem Stau im Nacken hatte ich ja gerade erst passiert. Die Rückfahrt war fast gemütlich, zeitweise hinter zockelnden Autoschlangen hinterher, manchmal aber auch links an diesen vorbei. Das Radio meldete neue Staus auf verschiedenen Strecken, teils bis zu 50km lang. Und dabei war doch grad noch Anfang Dezember. Verrückt! Der Kunde hatte zum Glück vollstes Verständnis, näherliegende Kunden für spontane Einsatzpläne gaben vor, so kurzfristig keine Zeit zu haben. Also blieb der Rest des Tages ein verschneiter, aber äußerst produktives Bürotag mit diversen Erledigungen als Erfolg. Ich war zufrieden.
Heute, einen Tag danach, habe ich mich spontan für die Bahn entschieden, um den für gestern geplanten Einsatz doch noch umzusetzen. Durch die nicht minütlichen Abfahrten und Wartezeit beim Umsteigen werde ich dadurch heute wohl nicht pünktlich nach Hause kommen – aber bemühen werde ich mich wie jeden Tag, dass am Ende alle den Tag als Erfolg verbuchen können. Ich bin gespannt.

Und wer jetzt eine Sensation oder eine andere Tragödie erwartet hat, an sich zweifelt etwas überlesen zu haben, dem sei gesagt: Nein, es ist nichts weiter passiert, dies war nur eine Geschichte aus dem Alltag, kein Großereignis! Es war ein Tag im Dezember 2012. 🙂

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Überlegte Änderung – Willkommen!

Was ist eigentlich eine Homepage, was ist ein Blog? Solchen Fragen bin ich gedanklich immer einmal wieder nachgegangen und habe dabei mal das eine, mal das andere für veraltet oder zu fortschrittlich erklärt. Ob diese Überlegungen Auswirkungen auf alexj.de haben könnten, war lange unklar.

Doch heute habe ich die bisherige fixe Startseite einfach zur „Willkommen“-Seite degradiert und der Aufruf von alexj.de startet nun mit dieser Blogübersicht und meinen neuesten Einträgen an oberster Stelle. Ob und für was das gut ist, muss ich nun erst noch herausfinden. Aber es scheint zu funktionieren und ich freue mich über Kommentare – standesgemäß bitte gerne per E-Mail oder SMS über diese Seite!

Danke für’s Lesen und viel Spaß, alexj!

Es wird winterlich…

Ist das jetzt frech, gemein oder normal? Recht häufig schaue ich in meinen Twitter-Account, den ich nur nutze, um mich über aktuelle Neuigkeiten zu informieren. Heute komm ich zur Bahn und stelle fest: Hier stimmt etwas nicht! Keine Bahn zu sehen!
Der Blick in die aktuellen Tweets verrät: Wegen vereister Oberleitung heute kein Fahrbetrieb von hier aus. Tja, gerade heute habe ich die eine Stunde alte Meldung nicht vorab gesehen und überlege mir somit spontan eine Alternative. Immerhin gab es gleich zwei davon…

Nun sitze ich in der warmen Bahn und fahre über den Königsplatz und was ist das? Da wird doch wirklich schon die Königsalm aufgebaut, jene überdimensionale Berghütte mitten in der Stadt, die den Weihnachtsmarkt begleiten wird. Es wird wohl wirklich Winter!

Ja, es ist ein ereignisreiches Jahr, dieses 2012, aber jetzt scheint es mich gerade ein wenig überholen zu wollen! 🙂