Abbau Windpark ‚Alte Schanze‘ im Herbst 2012

Der Windpark ‚Alte Schanze‘ musste im Zuge des Flughafen-Neubaus Kassel-Calden weichen. Die Fotos lassen sich mit einem Klick vergrößern und durchblättern.

Als einer der ersten Windparks in Nordhessen gehörte der Windpark ‚Alte Schanze‘ im Dreieck zwischen Immenhausen, Hohenkirchen und Rothwesten lange Jahre in das Bild der Landschaft nördlich von Kassel. Zwölf Windkraftanlagen verschiedener Hersteller erzeugten hier heimischen Strom. Einige der eingesetzten Anlagen waren von Herstellern, die es in dieser Form heute nicht mehr gibt. Sie wurden meist von den heute noch bekannten und agierenden großen Herstellern wie VESTAS oder GE übernommen. Namen wie TACKE konnte man im Windpark ‚Alte Schanze‘ aber aktiv in Betrieb sehen.

Mit der Entscheidung für den Neubau des Regionalsflughafens Kassel-Calden (KSF) und der Festlegung der Start-/Landebahnausrichtung war klar, dass die Tage des Windparks gezählt waren. Vor der Eröffnung des Flughafens musste der Windpark weichen, da er sich in der direkten Einflugschneise beim Anflug aus östlicher Richtung auf den Flughafen befand. Als letzte große Anhöhe kann man den ehemaligen Windparkstandort heute vom Info-Point des Flughafens in Verlängerung der Landebahn gut erkennen. Und auch von dieser Anhöhe hat man natürlich einen guten Blick auf den entfernt liegenden Flughafen.

Ein Spaziergang im Herbst 2012 hatte den Windpark zum Ziel. Mit meiner analogen Spiegelreflexkamera wollte ich in einigen Fotos den Windpark noch einmal festhalten. Vier der Fotos sind nun obenstehend mit ca. 1 Jahr Verspätung nach ihrer Entstehung hier zu sehen. Mit einigen Digitalkamera-Fotos vom 25.11.2012 möchte ich die oberen Bilder als Momentaufnahme der Demontage ergänzen. Wenn sonst die großen Kräne zum Aufbau von Windkraftanlagen zum Einsatz kommen, so musste hier das Kranunternehmen zum Abbau anrücken. Die Anlagen wurden anschließend zwischengelagert und sollten verkauft werden.

In diesen Tagen landen und starten über der ‚Alten Schanze‘ die letzten großen Verkehrsflugzeuge der Charterflugsaison 2013, dem Eröffnungsjahr des Flughafens Kassel-Calden. Seit der Eröffnung im April 2013 gab es regelmäßige Flüge nach Mallorca (Germania) und als einzige echte Linienverbindung nach Split/Kroatien (Croatia). Nicht vollständig durchgehend – zum Ende der Saison aber sehr erfolgreich – wurde Antalya durch Tailwind angeflogen, für einige Wochen ging es wöchentlich auch nach Teneriffa (Germania). Hinzu kamen einige erfolgreiche Sonderflüge mit einem Erlebnisreisen-Anbieter beispielweise nach Nord-Zypern, Olbia/Italien, Tashkent (Seidenstraße), Island oder Jersey, geflogen von Germania. Aktuell werden im Herbst 2012 noch einige Reisen nach Italien angeboten (Blue Panorama/blu express), bevor es über den Winter vorerst keine regelmäßigen Urlaubsflüge von Kassel-Calden geben soll. Immerhin landen am Flughafen zeitweise häufiger auch Business-Jets, die das Verschwinden des Windparks ‚Alte Schanze‘ auch im Winter nachvollziehbar erscheinen lassen, auch wenn hier kein regionaler Windstrom mehr erzeugt werden kann.

 

Frühling und Flugbetrieb

Seit dem 04. April 2013 ist der Flughafen Kassel-Calden nun eröffnet und erste Flugzeuge starten und landen. Von regem Flugbetrieb kann man bis heute nicht sprechen, aber ab und zu ist dann doch ein Flieger zu beobachten. Aber in der Folge meines letzten Artikels kann man nun sagen: Ganz wirklich nach Antalya – nicht mehr nur zur Probe!

Endlich hat sich inzwischen auch der Winter abgekündigt, der in diesem Jahr ganz besonders lange für rekordverdächtige dunkle Tage gesorgt hat. Doch mit der Veröffentlichung dieses Artikels wird der Frühling spürbar und wir bewegen uns tagsüber bei sehr angenehmen 20-25 Grad.

Das unten startbare Video stammt vom Samstag, dem 13.04.2013. An diesem Tage hatte sich die Windrichtung gedreht und ich begab mich erwartungsvoll zur „Radarstation“ im Dreieck zwischen Immenhausen, Rothwesten und Holzhausen, um den Landeanflug des ersten Passagierjets in Landebahn-Richtung 27 zu beobachten. Bei den ersten Flügen seit der Eröffnung wurde dank Ostwind aus der anderen Richtung angeflogen.

Hier zu sehen ist nun eine Boeing 737 der türkischen Tailwind Airlines, konkret TC-TLD, via Münster-Osnabrück aus Antalya kommend, wohin von Kassel-Calden mit einiger Verzögerung am Abend dann schon bei Dunkelheit auch wieder gestartet wurde. Vom Start habe ich ein ebenso unscharfes Video gedreht, als ich dem regen Treiben am Infopoint des Flughafens beiwohnte. Vielleicht an dieser Stelle und oben nebenstehend nur ein einfaches Foto der Maschine auf dem Vorfeld des Flughafens.

Vermutlich werden mich die Neugier und das zunehmend schönere Wetter noch das eine oder andere Mal zum neuen Ausflusgziel Nordhessens oder einen seiner Beobachtungsposten führen…

Zur Probe nach Antalya

Das Jahr 2013 ist gar nicht mehr so frisch, winterlich ist es allerdings noch immer und gerade einmal wieder etwas konstanter. In der Kühle des Winters brauchen manche Dinge etwas länger – und so möchte ich doch allen Lesern noch herzlich ein gutes Jahr 2013 wünschen.

Es ist einige Jahre her, seit ich mich auf den Hosenboden setzte und damals noch als Einwohner von Kassel einen ausführlichen Einspruch gegen den Neubau des Flughafens Kassel-Calden an das Regierungspräsidium sandte, auf den ich keine Reaktion erfuhr. Damals wie heute sehe ich mich persönlich ein wenig „zwischen den Stühlen“: Die Begeisterung für Technik und eben auch das Interesse an Flugzeugen stehen der Frage gegenüber, wie sinnvoll und wie notwendig der komplette Neubau des Regionalflughafens Kassel-Calden ist, der zum 04. April diesen Jahres den alten Verkehrslandeplatz nebenan ablösen wird. Brauchen wir diesen Flughafen in unserer Region, die so intensiv von der Natur geprägt ist und doch der nächste Urlaubsflughafen keine 80km entfernt liegt? Dieser Frage ging ich damals auch in meinem Einwand gegen den Neubau ausführlich nach – ganz ohne zu ahnen, dass ich zur Eröffnung des Flughafens keine 1,5km Luftlinie von der Einflugschneise entfernt wohnen würde, also auch im Sinne des Regierungspräsidiums als „Betroffener“ gelten würde.

Genau das „zwischen den Stühlen“-Fühlen hat mich aber vor einigen Wochen auch dazu bewogen, mich zur Teilnahme am Probebetrieb dieses neuen Airports anzumelden, um diesen neuen Feind und Freund fast gleichermassen einmal vorab aus nächster Nähe zu begutachten. Und so war ich heute dabei und konnte etwa 1,5 Monate vor der Eröffnung, noch von viel Baustelle umgeben, den möglichen Ablauf eines Reisebeginns vor der Haustür miterleben. Dabei war es eindrucksvoll, das neue Terminalgebäude zu betreten und die doch sehr positiv auffallende Holzdecke auf sich wirken zu lassen. Mit grob geschätzten etwa 250 Teilnehmern war heute schon ein gewisser Betrieb und es bildeten sich realitätsnahe Warteschlangen vor den Check-In Schaltern und der Sicherheitskontrolle. Alle übenden Mitarbeiter waren mit deutlich sichtbarem Fleiß bei der Sache und so dachte ich manchmal wirklich, gleich in einem Flieger nach irgendwo zu sitzen. Mich hätte die Reise heute nach Antalya geführt, nach entsprechender Ausweiskontrolle und originalen Flughafenansagen führte der Weg vom Gate-Ausgang dann aber nur auf das Vorfeld. Trotzdem: Es war ein spannender und interessanter Tag, den ich an dieser Stelle der Neugier vieler weiterer Probereisender wegen nicht ausführlicher schildern möchte. So hoffe ich abschließend sehr, dass die startenden und landenden Flugzeuge unserer Region nicht zu sehr schaden werden und mein Interesse am Fliegen nicht dauerhaft vom Lärm in nächster Umgebung getrübt wird.

Terminal am neuen Flughafen Kassel-Calden
Terminal am neuen Flughafen Kassel-Calden

Snow trips – Unterwegs im Schnee

Es wird wohl Zeit, dass sich hier mal ein neuer Artikel einfindet. Also warum nicht eine kleine Abhandlung zum Arbeitsalltag, denn gestern stand für mich eine normalerweise 2stündige Fahrt zu einem Kunden auf dem Programm.
Im zweiten Stau auf den längsten deutschen Autobahnen wegen geschlossener Schneedecke und teils querstehenden LKW auch mal auf der linken Spur gab irgendwann eine kleine Überschlagsrechnung die Entscheidung vor: Umkehren bei der nächsten Möglichkeit, denn die Zeit vor Ort würde nie für den Auftrag ausreichen, ganz davon abgesehen, dass eine Rückfahrt mich ja wieder über dank weiterem Schneefall überzuckerte Autobahnen führen würde. Also Kehrtwende, aber über die Landstraße, denn den querstehenden Transporter auf der Gegenfahrbahn mit neuem Stau im Nacken hatte ich ja gerade erst passiert. Die Rückfahrt war fast gemütlich, zeitweise hinter zockelnden Autoschlangen hinterher, manchmal aber auch links an diesen vorbei. Das Radio meldete neue Staus auf verschiedenen Strecken, teils bis zu 50km lang. Und dabei war doch grad noch Anfang Dezember. Verrückt! Der Kunde hatte zum Glück vollstes Verständnis, näherliegende Kunden für spontane Einsatzpläne gaben vor, so kurzfristig keine Zeit zu haben. Also blieb der Rest des Tages ein verschneiter, aber äußerst produktives Bürotag mit diversen Erledigungen als Erfolg. Ich war zufrieden.
Heute, einen Tag danach, habe ich mich spontan für die Bahn entschieden, um den für gestern geplanten Einsatz doch noch umzusetzen. Durch die nicht minütlichen Abfahrten und Wartezeit beim Umsteigen werde ich dadurch heute wohl nicht pünktlich nach Hause kommen – aber bemühen werde ich mich wie jeden Tag, dass am Ende alle den Tag als Erfolg verbuchen können. Ich bin gespannt.

Und wer jetzt eine Sensation oder eine andere Tragödie erwartet hat, an sich zweifelt etwas überlesen zu haben, dem sei gesagt: Nein, es ist nichts weiter passiert, dies war nur eine Geschichte aus dem Alltag, kein Großereignis! Es war ein Tag im Dezember 2012. 🙂

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Überlegte Änderung – Willkommen!

Was ist eigentlich eine Homepage, was ist ein Blog? Solchen Fragen bin ich gedanklich immer einmal wieder nachgegangen und habe dabei mal das eine, mal das andere für veraltet oder zu fortschrittlich erklärt. Ob diese Überlegungen Auswirkungen auf alexj.de haben könnten, war lange unklar.

Doch heute habe ich die bisherige fixe Startseite einfach zur „Willkommen“-Seite degradiert und der Aufruf von alexj.de startet nun mit dieser Blogübersicht und meinen neuesten Einträgen an oberster Stelle. Ob und für was das gut ist, muss ich nun erst noch herausfinden. Aber es scheint zu funktionieren und ich freue mich über Kommentare – standesgemäß bitte gerne per E-Mail oder SMS über diese Seite!

Danke für’s Lesen und viel Spaß, alexj!

Es wird winterlich…

Ist das jetzt frech, gemein oder normal? Recht häufig schaue ich in meinen Twitter-Account, den ich nur nutze, um mich über aktuelle Neuigkeiten zu informieren. Heute komm ich zur Bahn und stelle fest: Hier stimmt etwas nicht! Keine Bahn zu sehen!
Der Blick in die aktuellen Tweets verrät: Wegen vereister Oberleitung heute kein Fahrbetrieb von hier aus. Tja, gerade heute habe ich die eine Stunde alte Meldung nicht vorab gesehen und überlege mir somit spontan eine Alternative. Immerhin gab es gleich zwei davon…

Nun sitze ich in der warmen Bahn und fahre über den Königsplatz und was ist das? Da wird doch wirklich schon die Königsalm aufgebaut, jene überdimensionale Berghütte mitten in der Stadt, die den Weihnachtsmarkt begleiten wird. Es wird wohl wirklich Winter!

Ja, es ist ein ereignisreiches Jahr, dieses 2012, aber jetzt scheint es mich gerade ein wenig überholen zu wollen! 🙂